Kultur Impuls - Kulturgesellschaft Ebikon

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«Kultur Impuls»
FONDATION BEYELER
                                
RIEHEN

17. Mai – 16. August 2020

Goya
                
Die Fondation Beyeler widmet Francisco de Goya (1746–1828) eine  der bisher bedeutendsten Ausstellungen ausserhalb Spaniens. Goya ist  einer der letzten grossen Hofkünstler und der erste Wegbereiter der  modernen Kunst. Er ist sowohl Maler eindrücklicher Porträts als auch  Erfinder rätselhafter persönlicher Bildwelten. Gerade aus dieser  unauflösbaren Widersprüchlichkeit bezieht Goyas Kunst ihre magische  Faszination.

In seinem mehr als 60 Jahre währenden Schaffensprozess, der den  Zeitraum vom Rokoko bis zur Romantik umspannt, zeigt Goya Begebenheiten,  die aus den gesellschaftlichen Konventionen herausführen. Goya stellt  Heilige und Verbrecher, Hexen und Dämonen dar, um das Tor zu Welten  aufzustossen, in denen die Grenzen zwischen Realität und Fantasie  verschwimmen. Goya ist in seiner Kunst der scharfsinnige Beobachter des  Dramas von Vernunft und Unvernunft, von Träumen und Albträumen.  

Es ist gelungen, für die Ausstellung über 70 Gemälde und eine Auswahl  meisterhafter Zeichnungen und Druckgrafiken zu versammeln, die die  Besucher zu einer Begegnung mit dem Schönen wie auch dem Unfassbaren  einladen.  
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del  Prado in Madrid. Selten gezeigte Gemälde aus spanischem Privatbesitz  werden in der Fondation Beyeler erstmals mit Schlüsselwerken aus den  renommiertesten europäischen und amerikanischen Museen und  Privatsammlungen vereint sein.

weitere Infos: https://www.fondationbeyeler.ch/goya/
KUNSTMUSEUM  WINTERTHUR
                                
WINTERTHUR

21.3. – 4.10.2020 | Beim Stadthaus

Gerhard Richter
100 Selbstbildnisse
 

Das Selbstbildnis des Künstlers ist eine aussergewöhnliche Porträtgattung, insofern der Autor oder die Autorin – häufig schaffend – sich selbst darstellt. Seit der Renaissance zeugen diese Gemälde von einem neu gewonnenen Selbstbewusstsein des Menschen. Sie repräsentieren die Inszenierung eines erwünschten Selbst, dienen der permanenten Selbstbefragung oder lassen die Vergänglichkeit des Menschen anklingen, die im Selbstporträt aufgehoben scheint. Auch Gerhard Richter (*1932) hat sich verschiedentlich selbst porträtiert, u.a. 1996 in zwei kleinformatigen Gemälden. Dennoch bildet Richters Selbstporträt – im Gegensatz zu seinen zahlreichen Porträts – einen bislang kaum beachteten Aspekt seines reichen malerischen Werks.

1993 erschien im Frankfurter Insel Verlag die erste Ausgabe der Schriften und Interviews Gerhard Richters. Diese wurde von einer Vorzugsausgabe in einer Auflage von einhundert Exemplaren begleitet, wobei je eine Originalzeichnung ins Buch eingebunden war. Zusätzlich entstanden 94 Bleistiftzeichnungen, die als Konvolut zusammenblieben und sich heute in Privatbesitz befinden. Das Kunst Museum Winterthur zeigt in Kooperation mit dem Gerhard Richter Archiv in Dresden diese aussergewöhnliche Zeichnungsserie erstmals.

Während Richters Antlitz sich in den Gemälden von 1996 gleichsam hinter einem Farbschleier verbirgt, umspielt der Zeichnungsstrich den Künstler in beinahe unendlichen Variationen. Dabei löst sich die Profilansicht zusehends in der Bewegung des Zeichenstifts auf, wird die asketische formale Recherche zum freien Tanz der Linien.

weitere Infos: https://www.kmw.ch/ausstellungen/gerhard-richter/
KUNSTMUSEUM  BASEL
                                
BASEL

31.10.2020–14.02.2021 im Neubau
Rembrandts Orient
Westöstliche Begegnung in der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts

Für jemanden, der sein Heimatland anscheinend niemals verlassen hat, verfügte Rembrandt Harmensz. van Rijn über einen erstaunlich grenzenlosen Horizont. Als Künstler, Sammler und Bürger kam er mit Kunstwerken, Gebrauchsgegenständen und Menschen aus allen Teilen der damals bekannten Welt in Kontakt. Rembrandts Neugierde auf alles Fremde und sein unstillbarer Appetit als Sammler waren schon zu seinen Lebzeiten legendär und inspirierten ihn auf einzigartige Weise in seinem Schaffen.

Amsterdam, sein Lebensmittelpunkt, bot dafür ideale Voraussetzungen als Sitz und Heimathafen der Niederländischen Ost- und Westindienkompanien sowie weiterer Handelsgesellschaften. Die Stadt war im 17. Jahrhundert ein wahrhafter kultureller Schmelztiegel. Der Anblick von Gesandten und Handelsreisende aus fernen Gegenden gehörte in der jungen Niederländischen Republik zum Alltag.

Die Ausstellung konzentriert sich auf einen der folgenreichsten Stränge dieser Konstellation: Der Orient – verstanden als nicht eindeutig definierter geographischer Sammelbegriff für diverse aussereuropäische Kulturen des Ostens – regte Rembrandts Fantasie sein gesamtes künstlerisches Leben hindurch an. Er befeuerte die Vorstellung des Malers von den Schauplätzen biblischer Historien, einem seiner bevorzugten Genres. In Selbstbildnissen zeigte sich der Künstler mehrfach in exotischer Kostümierung. Seine Kopien nach am Hof der Grossmoguln entstandenen Miniaturen bilden eine noch nie dagewesene Anerkennung asiatischer Kunst durch einen holländischen Künstler, und schliesslich war er ein begeisterter Käufer von japanischem Papier, das er gerne für seine Radierungen verwendete.

Die Werkauswahl beschränkt sich nicht auf die Person Rembrandts. Neben Schöpfungen seiner Künstlerkollegen und Schüler werden auch Publikationen und andere Quellen zum damaligen Verständnis des Orients gezeigt. Erst durch diesen breiteren Kontext wird anschaulich, was an Rembrandts Verhältnis zum Osten einerseits zeittypisch war und worin sich andererseits seine Einstellung zu diesem Kulturraum von derjenigen seiner Zeitgenossen unterschied. Rembrandts Orient untersucht die Reaktionen der Künstler des Goldenen Zeitalters in Holland aber noch aus einem anderen Grund: Indem sie ihre eigene Lebensumgebung mit Vorbildern aus dem Osten kontrastierten, trugen sie massgeblich zur Herausbildung und Definition jener spezifisch europäischen Identität bei, die bis zum heutigen Tag immer wieder neu verhandelt wurde und wird.

weitere Infos: https://www.kunstmuseumbasel.ch/de/ausstellungen/2020/rembrandts-orient

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